Losung für Montag, 28.05.2018
„So spricht der HERR: Ich habe dein Gebet gehört und deine Tränen gesehen. Siehe, ich will dich gesund machen.“
2.Könige 20,5

Den Zehnten geben! …ist das wirklich wichtig? Welche Bedeutung hat er?

Man sollte mit einer Frage beginnen: “Wenn Gott dir etwas sagt, ist es dir wichtig oder nicht!?” Die meisten werden antworten: “Natürlich!” Nun gut, Jesus sagt (nachzulesen in Matthäus 22,21, in Markus 12,17 und in Lukas 20,25): “Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser ist und gebt Gott, was Gott ist!”

Gott meint damit, dass wir unsere Steuern an den Staat genauso ehrlich zahlen sollen wie die Gelder die Gott gehören. Und WAS gehört nun Gott!? Ich persönlich meine, dass ihm alles gehört, was ich besitze, dass ich lediglich der Verwalter bin. aber lesen wir Maleachi 3,10: “Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf dass in meinem Hause Speise sei, und prüft mich hiermit, spricht der Herr der Heerscharen, ob ich euch nicht die Fenster des Himmels öffnen und euch Segen ausgießen werde bis zum Übermaß!”

6 Kommentare zu “Den Zehnten geben! …ist das wirklich wichtig? Welche Bedeutung hat er?”

  • admin

    Zur Bibelstelle Maleachi 3,10 las ich folgenden Text von H.E. Gattmann: In diesem Text spricht Gott davon, dass er am wirtschaftlichen Erfolg unseres Lebens mit zehn Prozent beteiligt sein möchte. Er bringt sich mit Segen, Fürsorge und sonstiger tatkräftiger Hilfe ein und erwartet von mir als Dank und Ausdruck meiner Treue den zehnten Teil meines Einkommens.
    Als Theologiestudent habe ich es mit Mal.3,10 sehr genau genommen. Ich habe Gott, wie er es im Text ausnahmsweise anbietet, auf die Probe gestellt, und für einige Monate keinen Zehnten gegeben. In der Rückschau kann ich meine Erfahrung so zusammenfassen: Es war immer noch sehr viel Monat vorhanden, wenn das monatliche Einkommen schon längst aufgebraucht war. Dann habe ich wieder angefangen, den Zehnten zu geben, und auf das große Einnahmewunder gewartet. Doch das kam nicht, mein Umsatz als Studenten-Buchevangelist blieb auf konstant niedrigem Niveau.
    Stattdessen geschah etwas anderes: Aus unerklärlichen Gründen reichte mein monatliches Einkommen immer bis zum Monatsende. Ich konnte zwar keine Reichtümer ansammeln, kam aber mit meinem Geld sehr viel besser aus als vorher. Seit jener Zeit bin ich davon überzeugt, dass ich es mir nicht leisten kann, auf die Zehntenzahlung zu verzichten. Es ist fester Bestandteil meiner Beziehung zu Gott, nicht aus Zwang, nicht als Opfer, sondern als Ausdruck dafür, dass es zu meinem Leben gehört, und als Dank dafür, was er an mir und für mich tut.
    Beziehungen leben davon, dass beide Seiten sich aufeinander verlassen können. Wer davon beim Zehnten (noch) nicht überzeugt ist, kann das Angebot Gottes ja einmal für ein Jahr annehmen: Prüft mich! Erst danach kann man eine gesicherte Entscheidung treffen, ob die Zehntenzahlung eine gute Sache ist oder nicht.

  • Bettina Keinath

    Beim Zehnten-Geben kommt man um die Vertrauensfrage nicht herum: Vertraue ich Gottes Wort? ist der eine Teil, der andere: Vertraue ich denen, die das gezahlte Geld verwalten und wieder ausgeben?
    Wenn man eine der beiden Fragen mit “Nein” beantwortet, wird das Ganze nicht wirklich funktionieren können. Dann müsste man sich (oder ein Glaubensgeschwister) ehrlich fragen, ob man selber ein Problem hat, oder ob es in der Gemeinde ein Problem gibt, das man schleunigst zur Sprache bringen sollte.

  • Alice

    Zu diesem Thema kann ich als junge Studentin auch etwas beitragen. Natürlich habe ich deswegen noch nicht wirklich viel Geld und ich fand , dass diese paar Euro der Gemeinde auch nicht viel bringen (mir sie dann aber sicherlich fehlen)…
    Erst später habe ich angefangen zu verstehen worum es Gott eigentlich geht. Es geht ihm nicht darum, uns Geld weg zu nehmen, damit wir monatlich Probleme haben über die Runden zu kommen. Nein, er möchte, dass wir beginnen ihm zu vertrauen. Uns sollte wirklich bewusst werden, dass das was wir schon haben ein Geschenk von Gott ist und wenn wir ihm ein kleines bisschen (den Zehnten) wieder geben, hat er die Möglichkeit uns zu zeigen, dass er genau das belohnt. Außerdem wird dieses Geld ja im Endeffekt weiter für uns alle benutzt (”auf dass in meinem Hause Speise sei”) und zwar für Gottes Haus, seine Gemeinde. Und da wir seine Gemeinde sind kommt “unser” Geld auch wieder uns zu Gute.

  • Alice

    Habe noch eine witzige, aber ernstzunehmende Geschichte gefunden für diejenigen, die mit dem Zehnten noch Schwierigkeiten haben ;)

    Kommt ein erfolgreicher Christ zu einem Seelsorger: “Nun. früher hatte ich keine Schwierigkeiten mit dem Zehnten, da hab ich so meine 10.000 € im Jahr geben können, kein Thema. Aber jetzt - soll ich ernsthaft 50.000 € im Jahr für die Kirche geben??! Können Sie mir vielleicht ein gutes Wort einlegen, schließlich haben die Leute damals ja auch nicht so viel verdient!”
    Der Seelsorger bleibt ruhig und fragt: “Sollen wir dafür beten?” - “Ja!” - Da betet der Seelsorger: “Herr, Du siehst die Not meines Bruders und wie viel ihm daran liegt, Deinen Willen zu tun. Bitte mach doch, dass er wieder so wenig verdient, dass er wieder problemlos den Zehnten geben kann!”

  • Silke

    Vor kurzem habe ich eine sehr schöne Predigt von einem Pastor gehört. Er versuchte uns auch das Thema “Den Zehnten” zu Herzen zu bringen. Er meinte, dass sehr viele Menschen aus der Kirche treten, um Kosten zu sparen. Aber wenn ein Feiertag der Kirche gestrichen wird, ist das Geschreie groß. Bald werden keine Menschen mehr da sein, die sich dagegen wehren können und es wird keine christlichen Feiertage mehr geben.

    Und fast zur selben Zeit sah ich im Fernsehen einen Bericht über “Hildegard von Bingen”. Sie war auch “die Zehnte” und musste mit nur acht Jahren ins Kloster und gehörte von nun an der Kirche. Ich fand das sehr traurig. Aber was wäre aus ihr ohne die Kirche geworden? Und wer hätte ihre Heilkunst verfeineren und vermitteln können?

  • Ute

    Nun, ich habe den Kommentar von Silke zum Zehnten gar nicht verstanden. Was haben die christlichen Feiertage damit zu tun? Und in welcher Verbindung stehen der “Zehnte” und “Hildegard von Bingen”?

    Hier geht es um den “biblischen Zehnten” (die Bibelstellen in den Anfangstexten wären zum Verstehen wichtig). Sowohl im AT wie im NT gibt es darüber einige Erklärungen. Wenn manche Gläubige sich nicht dazu entschließen können, etwa den zehnten Teil ihres Einkommens für das Reich Gottes als freiwillige Zehntengabe zu geben, dann haben sie - so meine ich - das Wesen des Neuen Bundes nicht verstanden. Viele Gläubige hingegen haben sich freiwillig dazu entschlossen, den Zehnten zu geben, und haben bezeugt, welcher Segen ihnen dadurch zugeflossen ist.



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